Bewerbungen

1. Wo bewerbe ich mich?

Die Bewerbung für einen Studienplatz der Humanmedizin läuft traditionell über hochschulstart.de (früher ZVS - Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen) ab. Nähere Informationen, was Ihr dabei zu beachten habt findet Ihr dort. Hierbei sind nun einige Details für Euch möglicherweise von Interesse. 

Studienplatzvergabe

Wie aus der Grafik unschwer hervorgeht, werden jeweils 20% der Studienanfänger aufgrund der Abiturnote und der Wartesemester über die ZVS zugewiesen. Die restlichen 60% der Plätze werden über das Hochschulauswahlverfahren vermittelt. Dabei legen die Hochschulen fest, wie sie die restlichen Plätze vergeben wollen. Die Mehrheit der Hochschulen hat es sich hier recht einfach gemacht und vergibt die restlichen Plätze einfach nach Durchschnittsnote. Das bedeutet, dass alle, die die betreffenden Hochschulen auf dem Bewerbungsbogen der ZVS angegeben haben (möglichst auf den vorderen Plätzen) nach Durchschnittsnote geordnet werden, und dann die Notenbesten bis zum cut off der jeweiligen Hochschule einen Studienplatz erhalten. Wie gerade erwähnt gilt das für viele der Hochschulen, jedoch nicht für alle. Wenn Ihr wissen wollt, wie die Hochschulen das im einzelnen handhaben, betrachtet die am Ende dieser Beschreibung aufgeführte Liste und folgt den Links auf der rechten Seite. Dort erhaltet Ihr dann die Informationen über die Studienplatzvergabemodalitäten der einzelnen Hochschulen. Das Auswahlverfahren der Uni Magdeburg erläutern wir hier im Folgenden.

 

2. Bewerbung an der OvGU Magdeburg

Als erstes ist es einmal wichtig zu sagen, dass Ihr Euch nicht bei der Hochschule direkt zu bewerben braucht. Auch das Auswahlverfahren der Hochschule Magdeburg findet über die Bewerbung bei der ZVS statt. Wichtig werden die Details für Euch vor allem dann, wenn Ihr nicht zu den 20% der Abiturbesten oder Wartezeitlängsten gehört. Sollte dies der Fall sein, dann passiert mit Eurer Bewerbung folgendes:

Seit dem Wintersemester 2012/13 setzt die Medizinische Fakultät Magdeburg im Auswahlverfahren der Hochschule einen Auswahltest, den HAM-Nat ein. Zu diesem Hamburger Auswahlverfahren für medizinische Studiengänge - Naturwissenschaftsteil werden die 700 Bewerber/innen mit den besten Abiturnoten eingeladen, die die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im Auswahlverfahren der Hochschulen über hochschulstart.de als erste Ortspräferenz angegeben haben. Von diesen 700 Bewerber/innen erhalten die besten 25 ihren Studienplatz ohne den Test ablegen zu müssen. Die verbleidenden 675 Bewerber werden von der Uni Magdeburg über die bei hochschulstart.de hinterlegte E-Mail-Adresse ungefähr eine Woche vor dem Testdatum eingeladen.

Der Test selbst ist kostenlos, lediglich die Kosten für Anreise, Verpflegung und Unterkunft müsst Ihr selbst tragen.

Abgeprüft wird 2h lang Euer Oberstufen-Wissen in den Fachgebieten Mathematik, Physik, Chemie & Biologie und dessen Anwendung, ohne Zuhilfenahme von Tafelwerk und Taschenrechner. Zur Vorbereitung auf den Test solltet Ihr euch den Themenkatalog anschauen und probeweise Selbsttest 1 und Selbsttest 2 lösen. Das alles findet Ihr auch auf einen Blick hier

Im Test könnt Ihr dann maximal 59 Punkte erreichen, zu denen bis zu 60 weitere Punkte, abhängig von Eurer Abiturnote, addiert werden.

Diese zusätzlichen Punkte berechnen sich linear: BonusPunktzahl = 80 - 20 * Abiturnote in Kommaschreibweise

Aus der Summe Eurer beiden Punktzahlen wird dann euer Rangplatz ermittelt und ob Ihr Chancen auf einen der ungefähr 105 so vergebenen Studienplätze habt.


Und hier nochmal eine Kurzzusammenfassung:

  • 700 Kandidaten
  • jährlich wiederholbar
  • kostenlos, aber nicht umsonst
  • Themenkatalog
  • Selbsttests hier und hier
  • weder Taschenrechner noch Formelsammlung zugelassen
  • Endergebnis setzt sich aus Abiturnote und Testergebnis zusammen

 

Diese Infos und alles weitere zum Auswahlverfahren HAM-NAT in Magdeburg findet Ihr auf der Seite des Studiendekanats.

 

3. Was soll das Ganze?

Man könnte ja nun annehmen, dass sich die Uni Magdeburg ein unnötig kompliziertes Verfahren in Hamburg abgeguckt hat. Dort hat man allerdings festgestellt, dass Studentinnen und Studenten, die über ein fundiertes Wissen im Naturwissenschaftlichen Bereich verfügen, eine geringere Abbrecherquote im Vorklinischen Studienabschnitt aufweisen.

Hiermit haben wir versucht, Euch das ganze ein wenig näher zu bringen. Sollten unsere Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt sein, könnt ihr jederzeit eine Mail an uns, den Fachschaftsrat der Medizinstudenten richten.

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